Übeltäter Gluten

Glutenfreie Gemüsewähe: Eines der Rezepte aus dem neuen Rezeptbüchlein.

Übeltäter Gluten

Hinter dem Begriff Gluten - auch Klebereiweiss genannt - stecken verschiedene Proteine, die natürlicherweise in den Körnern von Weizen, Roggen, Hafer und Gerste, aber auch in Dinkel, Grünkern, Einkorn, Emmer und Kamut vorkommen. Der Glutenanteil eines Mehls bestimmt die Backeigenschaften. Gluten und die gut quellende und verkleisternde Stärke im Weizen sorgen zusammen dafür, dass Gebackenes elastisch und locker aufgeht, stabil bleibt, mürbe oder knusprig wird, die Feuchtigkeit hält und länger aufzubewahren ist.

Rezept: Gemüsewähe

Diese und weitere glutenfreie Backideen finden Sie in unserem Rezeptbüchlein «Pikantes Gebäck - glutenfrei».


Werden Sie kreativ!

Den beliebten Aprikosen-Blechkuchen gibt es auch glutenfrei.

Werden Sie kreativ!

Um bei Teigen mit glutenfreiem Mehl deshalb gute Ergebnisse zu erzielen, braucht es Experimentierfreudigkeit und Erfahrung. Denn die universale, hausgemachte Mehlmischung als einfachen Weissmehlersatz gibt es nicht. Im Handel sind verschiedene glutenfreie Mehlmischungen mit unterschiedlichen Zutaten wie zum Beispiel Kartoffel-, Mais-, Tapioka- oder Sojamehl, aber auch Weizenstärke und Verdickungsmittel erhältlich. Aus diesem Grund kann bei Betty Bossi Rezepten das Mehl nicht generell 1:1 durch glutenfreies Mehl ersetzt werden. Wer nicht selbst tüfteln will, backt mit den glutenfreien Betty Bossi Rezepten und sammelt so Erfahrungen.

Rezept: Aprikosen-Blechkuchen


Feuchtes, knuspriges Brot

Herzhafter Brotgenuss ohne Gluten: Nussbrot.

Feuchtes, knuspriges Brot

Glutenfreie Mehle saugen mehr Flüssigkeit auf als herkömmliche Mehle, und die Teige trocknen später nach. In machen Rezepten hat es sich bewährt, mehr Flüssigkeit zum Beispiel in Form von Quark zuzufügen. Ideal sind schleim- bzw. gelbildende Zutaten wie eingeweichte Leinsamen, Buchweizen, gemahlene Erdmandeln (Chufas) oder Flohsamen. Sie verlängern die Haltbarkeit des Brotes, es bleibt feucht und fällt weniger auseinander.

Rezept: Nussbrot


Es fehlt Ihnen eine gute Idee zum Kochen oder Backen?
Diese wunderbare Schwarzwälder Torte können auch Zöliakie-Betroffene unbeschwert geniessen.
Es fehlt Ihnen eine gute Idee zum Kochen oder Backen?
  • NEU: Betty Bossi Zeitung «Glutenfrei»
    Ab April 2018 erscheint die Betty Bossi Zeitung «Glutenfrei». Die schweizweit erste glutenfreie Rezeptzeitschrift erscheint wie die klassische Betty Bossi Zeitung 10-mal im Jahr und enthält von Betty Bossi Kulinarikern entwickelte und geprüfte Koch- und Backrezepte ohne Gluten sowie viele nützliche Tipps und Tricks für einen glutenfreien Alltag.
  • Weitere glutenfreie Rezepte
    In unserer Rezept-Datenbank haben wir eine Auswahl an glutenfreien Rezepten für Sie zusammengestellt. Weitere glutenfreie Rezepte finden Sie in der allgemeinen Betty Bossi Rezept-Datenbank unter dem Suchbegriff «glutenfrei».
  • Koch- und Ernährungsberatung
    Profitieren Sie von der kulinarischen Kompetenz von Betty Bossi! In unserem Koch- und Ernährungs-Service erhalten Sie Soforthilfe bei Fragen zu Kochen, Haushalt und Gesundheit.

Tipps und Tricks rund ums glutenfreie Backen

Die Linzer Torte wird mit einer glutenfreien Mehlmischung zubereitet.

Tipps und Tricks rund ums glutenfreie Backen
  • Glutenfreier Teig klebt stark an den Händen und Geräten. Daher empfiehlt es sich, Brot in einer Kastenform zu backen. Backformen aus Silikon eignen sich am besten.
  • Bei Kuchenrezepten, die wenig Mehl enthalten (bis 100 g), kann das Mehl 1:1 durch Maizena oder andere glutenfreie Mehle ersetzt werden.
  • Glutenfreier Kuchenteig auf einer Klarsichtfolie auswallen. So klebt der Teig nicht und kann gut auf das Backblech gelegt werden.
  • Heissluft eignet sich nicht zum Backen glutenfreier Gebäcke, weil die zirkulierende Luft das Gebäck austrocknet. Besser Ober- und Unterhitze verwenden.

Rezept: Linzer Torte


Glutenfreie Kuchen, Cakes und Torten

Glutenfreie Kuchen, Cakes und Torten

Nichts ist verführerischer als der Duft von frisch gebackenem Kuchen - und nichts himmlischer, als ihn auch gleich zu probieren. Natürlich sollen auch Zöliakie-Betroffene nicht auf dieses sinnliche Erlebnis verzichten müssen.

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Etiketten lesen wie Sherlock Holmes

Für alle Naschkatzen: Schokolademuffins.

Etiketten lesen wie Sherlock Holmes

Backen macht Spass, vor allem wenn man für jede Gelegenheit die passenden Zutaten verwendet. Aber aufgepasst: Zum Teil versteckt sich Gluten in Lebensmitteln, die eigentlich glutenfrei sein sollten. So können kandierte Früchte Weizenglukose enthalten. Dörrfrüchte können mit Weizenmehl bestäubt sein, damit sie weniger kleben. Sicher glutenfrei ist das Backpulver von Dr. Oetker. Viele dunkle Schokoladen tragen den Vermerk «kann Weizen enthalten». Der Grund liegt darin, dass diese Schokoladen in Betrieben produziert wurde, in denen es zu unbeabsichtigten Verschleppungen von glutenhaltigen Zutaten und damit zu einer Verunreinigung kommen könnte. Garantiert glutenfrei ist, z.B. «Bloc» Kochschokolade von Coop. Deshalb müssen Betroffene immer jede Etikette ganz genau unter die Lupe nehmen.

Rezept: Schokolademuffins


Wie macht sich Zöliakie bemerkbar?

Wer Zöliakie hat, darf nur glutenfreie Kuchen geniessen.

Wie macht sich Zöliakie bemerkbar?

Zöliakie ist eine Schädigung der Dünndarmschleimhaut, die durch das in Getreide enthaltene Kleberprotein resp. Gluten ausgelöst wird. Damit verbunden sind eine Rückbildung der Dünndarmzotten und eine verschlechterte Nährstoffaufnahme.

Bei Erwachsenen vergehen manchmal Jahre bis zur Diagnose, da die Symptome oft nicht so typisch sind und evtl. auch auf andere Erkrankungen zutreffen. Symptome bei Zöliakie sind u.a.: Blähbauch, chronische Verdauungsstörungen, schlechter Appetit, Gewichtsverlust, Mangelzustände (z.B. Eisenmangel), Krämpfe, psychische Veränderungen (Müdigkeit, Reizbarkeit, Depression). Zöliakie lässt sich durch die Bestimmung spezifischer Antikörper im Blut nachweisen. Die Bestätigung der Diagnose erfolgt durch eine Gewebeentnahme aus dem Dünndarm (Biopsie).

Weitere Infos: IG Zöliakie der Deutschen Schweiz

 

Text: Marlène Gautschi (dipl. Ernährungsberaterin HF)

7. September 2017